Scope-Konfiguration für Tools
Wie default- und allowed-Scopes in Tool-Einstellungen wirken und welche Priorität bei der Auflösung gilt.
Diese Seite erklärt das Scope-Modell für Tool-Einstellungen in meinGPT, insbesondere:
default*-Felder (z.B.defaultFolderId,defaultCalendarId)allowed*-Felder (z.B.allowedFolderIds,allowedLabelIds)- Priorität zwischen Nutzer-Input, Defaults und Restriktionen
UI-Ort
Scope-Einstellungen findest du in:
Settings > Assistant Integrations(Admin-Freigaben auf Tool-Ebene)- Assistent > Tool konfigurieren > Tab
Bereich
Grundmodell
In der Scope-Konfiguration haben Felder üblicherweise diese Bedeutung:
default*: Standardwert, wenn im Prompt/Tool-Call kein expliziter Scope mitgegeben wird.allowed*: Restriktionsmenge für erlaubte Ressourcen.
Praktische Faustregel:
- Kein
allowed*gesetzt -> Vollzugriff innerhalb der OAuth/API-Berechtigungen. allowed*gesetzt -> Zugriff soll auf diese Ressourcen begrenzt werden.default*gesetzt -> wird als bevorzugter Startpunkt genutzt, wenn kein expliziter Scope angegeben ist.
Priorität bei der Auflösung
Typische Reihenfolge (tool-spezifisch):
- Explizite Nutzerangabe im Tool-Call (z.B. konkrete Folder-ID)
default*-Wert aus der Tool-Konfiguration- Tool-interner Fallback (z.B. Inbox, aktueller Benutzerkontext)
Wenn allowed* gesetzt ist, gilt es als oberes Limit und sollte die endgültige Auswahl einschränken.
Was ist bei default vs. allowed wichtig?
default*ist Komfort, kein Sicherheitsmechanismus.allowed*ist Restriktion.- Für verlässliche Begrenzung sollten immer beide gesetzt werden:
default*innerhalb vonallowed*.
Beispiele
Google Drive
defaultFolderId: Startordner für Listen/Suchen ohne expliziten Ordner.allowedFolderIds: Beschränkt den Zugriff auf ausgewählte Ordner.
Empfehlung:
- Setze
defaultFolderIdauf den Hauptarbeitsordner. - Setze
allowedFolderIdsauf die freigegebenen Projektordner.
Gmail
defaultLabelIds: Standard-Labels bei unspezifischen Abfragen.allowedLabelIds: Nur E-Mails innerhalb dieser Labels.
Outlook
- Mail:
defaultFolderId+allowedFolderIds - Kalender:
defaultCalendarId+allowedCalendarIds
Teams
defaultTeamId: Standard-Team.allowedTeamIds: erlaubte Teams.allowedChannelIds: zusätzliche Einschränkung auf Kanäle innerhalb der erlaubten Teams.
Wichtiger Implementierungs-Hinweis
Anders als bei Method-Policies ist Scope-Enforcement aktuell noch tool-spezifisch implementiert, nicht vollständig zentralisiert.
Das bedeutet:
- Semantik von
default*/allowed*ist einheitlich designt. - Die konkrete Laufzeitdurchsetzung hängt vom jeweiligen Tool und dessen Methodenimplementierung ab.
Admin-Empfehlung bis zur vollständigen Vereinheitlichung:
- Scope immer konfigurieren (
default*+allowed*). - Kritische Write/Dangerous-Methoden zusätzlich über Method-Policy begrenzen.
- Scope-Verhalten pro wichtigem Tool einmal in einem Testchat validieren.
Troubleshooting
"Warum sehe ich Vollzugriff, obwohl ich etwas gesetzt habe?"
Die UI zeigt Restriktionsstatus basierend auf Konfiguration. Die tatsächliche Laufzeitwirkung ist tool-spezifisch. Prüfe das konkrete Tool im Testchat.
"Warum lädt die Scope-Auswahl keine Optionen?"
Meist fehlt eine aktive OAuth-Verbindung oder erforderliche Vorbedingung (z.B. erst Team/Site auswählen, dann Channels/Spaces laden).
"Soll ich nur default* setzen?"
Nur für Komfort. Für echte Begrenzung zusätzlich allowed* setzen.